Zwielichtzeiten (Aufbau der Ausstellung)

Heute morgen habe ich mit der Kuratorin Marlies Blauth die Ausstellung “Zwielichtzeiten” in der Evangelischen Kirche Meerbusch-Osterath aufgebaut.  Der linke Teil meines Diptychons “the void it frightens me” hängt, als Hauptwerk der Ausstellung in der Apsis selbst (dem Raum, der sich nach Außen hin an den Hauptraum der Kirche anschließt)  wirkt es aber dort überaus erhaben:

web Apsis I

Rechts von der Apsis hängt der zweite Teil des Diptychons mit der kauernden Figur und links haben wir uns für ein älteres Werk von mir entschieden, das den sehr treffenden Titel “Dämmerung” trägt:

web-Apsis-links-dawn

Der Nebenraum ist in dezenteren lichten Farben gehalten, dennoch spielt das Zwielichtige, Suggestive auch hier in den Bildern. Oft finden sich die Figuren in Momenten der Entscheidung, auf einer Schwelle zu Licht- oder Schattenverläufen. Der Handelnde in der Sekunde vor seiner Handlung, deren Auswirkungen noch im Vagen liegen. In dem dämmrigen Bereich zwischen Hoffen und Zweifeln legt ein jeder Betrchter bei der Interpretation der Bilder seine subjektiven Emotionen selbst in die Geschichten hinein. Ob sie sich zum Guten oder zum Schlechten wenden werden, bleibt unsere ganz persönliche Entscheidung.

web-believe-in-me

Am Sonntag um 11.15 Uhr wird die Ausstellung eröffnet. Judith Albaum, die heute, neben der Presse, auch da war, um sich die Ausstellung schon einmal zu besehen, wird ein kleine Einführung geben und natürlich sind alle Interessenten herzlich eingeladen!

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~ by U.Schätzmüller on February 19, 2013.

4 Responses to “Zwielichtzeiten (Aufbau der Ausstellung)”

  1. Sehr eindrucksvoll, Ute. Jetzt habe ich auch den vierer Block gesehen, eine gute Idee.
    Viel Erfolg bei der Eröffnung wünscht dir Susanne

    • Vielen Dank liebe Susanne!

      Auch das hängen der Viererblöcke klappt gut, obwohl sie etwas fragil sind und vorsichtig behandelt werden müssen, damit die winzigen Schrauben nicht herausbrechen.

      Die Presse und meine Laudatorin waren schon sehr angetan und ich bin auch schon ganz gespannt auf Sonntag :)

      Lg Ute

  2. Hallo Ute!
    Hallo Ute!
    Und um was geht es jetzt? Um Deine Kunst, Dein Werk? Und die dazugehörige Wertschätzung?
    Oder geht es um das Wort Gottes, das man mit Deinen Bildern transportieren kann? Wirst Du funktionalisiert?
    LG Juergen

    • Hallo Jürgen!

      Nein, so drastisch würde ich das nicht sehen – Im Gegenteil: Ich muss sagen, dass ich die Zusammenarbeit mit der Kuratorin sehr angenehm fand und dass sie sehr von Wertschätzung der Kunst gegenüber geprägt ist. Sie hat einen sehr schönen Text zu meiner Kunst (und nicht nur zu dem einen Bild, dass jetzt vorne ich der Apsis hängt) geschrieben. Und sie hat sich dafür wirklich mit meinem Werk auseinander gesetzt, sich eigene Gedanken gemacht und die Zeit genommen selbst zu schreiben. Nicht wie sonst, wo man den Pressetext meist selber einreichen muss und niemand sich dafür interessiert, was jetzt wirklich da hängt, hauptsache es ist irgendwie Kunst….
      Frau Blauth (die selbst auch Künstlerin ist) hat sehr gute Pressearbeit geleistet, die Einladungen wurden getellt, gestaltet und verschickt und eine Rednerin organiesiert, die auch selbst gekommen ist, um sie die Bilder anzuschauen und mit mir darüber zu sprechen.
      Ich habe daher ein sehr gutes Gefühl mit der Ausstellung. Meine Bilder ist eine Suggestive und voller Symbolik, frei für die Assoziationen der Betrachter.
      Das Bild habe ich nicht für die Kirche gemalt und für mich ist es auch nicht die Kreuzigung Jesus, aber ich finde es absolut in Ordnung, wenn andere dies darin sehen und wenn dann noch Emotionen und ein Nachdenken über und durch die Bilder transportiert wird bin ich damit voll zufrieden.
      Und da das Bild, wie gesagt, schon existierte und von seiner Aussage eben gut an diesen Ort in diese Zeit passte, haben wir es ausgewählt. Im Gemeindesaal hatte ich bei der Auswahl der Werke freie Hand und so denke ich das es eine authentische und gewertschätzte Ausstellung wird. :)

      Viele Grüße Ute

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