Atelier-Außenposten gegründet (manchmal merkst du erst, dass dir etwas lieb war, wenn du es vermisst)

Die beiden kommenden Ausstellungen in der Evangelischen Kirche Meerbusch – Osterath und auf der KUNSTBOX in Dortmund werden sehr grafisch. In Meerbusch wird vorne in der Apsis mein Bild “the void it frightens me” hängen, die restlichen Arbeiten allerdings werden wohl Lithografien, kleine und größere Aquarelle sein.

Auf der Kunstbox präsentiere ich fast ausschließlich meine Drahtlithografien, da sie einen exklusiven Standpunkt innerhalb des weiten grafischen Feldes bilden. Einzig meine Edition für den Publikumspreis wird keine Lithografie werden. Das Konzept ist sehr spannend: Jeder Teilnehmer darf eine Edition anfertigen, die Anzahl der Werke ist ihm selbst überlassen. Diese Edition wird für 5 € das Stück verkauft, jeder Besucher darf pro Künstler nur ein Werk erstehen. Wer die meisten Stücke verkauft, ist Publikumspreisträger, der Gewinn wird unter allen Teilnehmern geteilt. Ich habe lange, lange überlegt, wie ich mich beteiligen werde. Es ist nicht leicht, die Balance zu halten, zwischen einem ansprechenden, irgendwie genialen Kunstwerk und dem Preis von 5€, der es verbietet, einen zu großen Aufwand zu investieren, auch da diese Edition natürlich nicht in Konkurrenz zu den eigentliche Werken stehen darf. Ich bin glücklich sagen zu können, dass ich etwas gefunden habe und ich bin sehr glücklich, dass es nichts mit Linolschnitten zu tun hat. Auch habe ich festgestellt, dass ich die Einreichungsfrist für den Linolschnitt-Kunstpreis verpasst habe. Ein sehr befreiendes Gefühl erfasste mich. Ich lege den Linoldruck jetzt doch beiseite. Es scheint nicht die rechte Zeit zu sein. Die Grundidee gefällt mir, die Realisation jedoch war stockend und verkrampft. Kaum habe ich beschlossen, die Linolschnitte aufzuschieben, schon fließen die Zeichnungen auf das Aquarellpapier, die Farben und Formen finden sich mit Leichtigkeit. Manchmal ist eine Belastung erst spürbar, wenn sie von dir genommen wurde.

(Leider habe ich noch keine Fotos der Aquarelle, da das Licht die Tage so schlecht war und draußen, wo ich sonst fotografiere, liegt jetzt Schnee…)

garou-cub-6b

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Und manchmal merkst du erst, dass dir etwas lieb war, wenn du es vermisst. So habe ich in letzter Zeit doch einen Ort vermisst, an dem ich malen kann, so richtig, mit Acrylfarbe auf Leinwand. Außerdem brauche ich für die Ausstellungen ab Mai auch größere Arbeiten (mehr dazu demnächst). Und – vielleicht war es die Gewohnheit, vielleicht aber habe ich auch die Fahrten nach Odenthal vermisst – mit einem Mal wusste ich, wo ich zumindest etwas größer malen können würde: Im Hobbykeller meiner Eltern! Der stand zwar etwas voll, aber eine Wand war schnell leergeräumt und sofort fing ich an. Diese Spontaneität oder Planlosigkeit bekomme ich jetzt zwar zu spüren, indem ich mir mit dem Bild noch nicht wirklich sicher bin und auch noch nicht genau weiß, wie es weiter gehen wird – ABER es hat mir riesig viel Spaß gemacht! Nächstes Wochenende fahren wir wieder hin…

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unfinished

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~ by U.Schätzmüller on January 15, 2013.

16 Responses to “Atelier-Außenposten gegründet (manchmal merkst du erst, dass dir etwas lieb war, wenn du es vermisst)”

  1. Guten Morgen, liebe Ute, ich habe im Reader sofort dein Bild erkannt! Es gefällt mir sehr gut.
    Ich werde wohl erst nach den Hängungen der beiden Ausstellungen dazu kommen, am Antonius weiter zu arbeiten.
    Liebe Grüße sendet dir Susanne

    • Liebe Susanne!

      Dankeschön! Ich bin noch nicht so ganz zufrieden, aber ich bin froh jetzt einen Ort zu haben, wo ich noch ein paar größere Bilder malen kann. Lass dir ruhig Zeit mit dem Antonius… ggf. (wenn wir nicht so weit kommen) könnten wir überlegen, ob wir quasi zwei Teile aus dem Werk machen und zur Ausstellung bei dir erst den ersten Teil, als o die erste Hälfte zeigen. Dann könnten wir auch zwei kleinere Kataloge erstellen, die, wenn sie fertig sind einfach zusammen verkauft werden. Können wir ja mal drüber nachdenken – Lg Ute und viel Erfolg beim Hängen der Ausstellungen!

      • Wir sollten telefonieren, Ute, passt es heute? Ich habe auch noch Neuigkeiten. Sende mir einfach wieder eine sms und ich rufe zurück
        LG Susanne

  2. wow – great work!

  3. Hello Ute – Just wanted to stop by & let you know that I nominated you for “Blog of the Year 2012!” http://fictionalmachines.com/2013/01/15/blog-of-the-year-2012-ten/ Keep up the great work & enjoy the day! :)

    • Thank you so much! :) I really appreciate the nomination, but am not doing “awardings” by now, because of my precious time.. I hope you understand. Thanks Ute

      • Of course! I totally understand, and it’s no problem- The awards are optional. At the very least I wanted to use these as an opportunity to highlight the blogs of the people who I feel are the most talented or most interesting that I know of in this blogging community! Your work is incredible- Keep it up! :)

      • I will! Thank you :)

  4. Ich habe den zweiten Satz als Entwurf gespeichert :-)

  5. Schön, dass du eine Belastung losgeworden bist und dadurch offenbar neue Energie gewonnen hast. Und schön, dass es jetzt ein “neues Atelier” gibt, in dem du “richtig” malen kannst.

    • Ja, liebe muetzenfalterin, es ist immer sehr erleichternd, solche unbemerkten Belastungen fallen lassen zu können. Auch ist es schön, einen Ort zu haben, an dem ich Malen kann – aber ein echtes Atelier, mit Tageslicht und in meiner Nähe wäre natürlich noch viel besser…

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